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Ein folgeschwerer Entscheid für Kleinanleger und Pensionskassen

15 Jan Ein folgeschwerer Entscheid für Kleinanleger und Pensionskassen

Mit der heutigen Ankündigung der Schweizerischen Nationalbank den Mindestkurs von CHF 1.20 zum Euro aufzuheben, hat sie neben Kursstürzen bei den Devisen auch massive Kurseinbrüche an der Börse verursacht. Ein solches Vorgehen der Nationalbank ist unbegreiflich. Seit Tagen ist die Börse in Bewegung und die Anleger sind nervös. Auf den ersten Blick unbedeutende Meldungen führen bereits zu ungewöhnlichen Kursschwankungen. Darum wäre die SNB gut beraten gewesen, einen saften Ausstieg für den Euro-Mindestkurs zu fahren.

Heute aber haben die meisten Kleinanleger an der Börse über 10% ihres Geldes verloren. Aber nicht nur das, auch ihre Pensionskassengelder sind mit grosser Wahrscheinlichkeit massiv geschrumpft. Die Auswirkung wird kaum lange auf sich warten lassen; die Umwandlungssätze bei den Pensionskassengeldern werden kurzfristig nochmals sinken (das Gejammer der Kassen ist uns sicher). Die Konsequenz daraus sind tiefer Renten im Alter.

Auch für die Exportindustrie und die Tourismusbranche wird der 15. Januar 2015 als schwarzer Tag in die Geschichte eingehen. Wie viele Stellen in diesen Brachen kurz- bis mittelfristig verloren gehen, wird sich noch zeigen.

Wo es Verlierer gibt, gibt’s meistens auch Gewinner. Leider wird sich nur ein kleiner Teil unserer Gesellschaft zu den Gewinnern zählen dürfen.

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